Der Fall Wolfgang Beltracchi gilt als größter europäischer Kunstfälscher-Skandal der Nachkriegszeit. Über 40 Jahre lang fertigte der 1951 in Höxter geborene Sohn eines Kirchenmalers zahlreiche Bilder im Stil berühmter Maler wie Heinrich Campendonk, Max Ernst und Max Pechstein an und verkaufte die vermeintlichen Originale für hohe Summen auf dem internationalen Kunstmarkt. Bei den handwerklich versiert erstellten Gemälden handelte es sich größtenteils nicht um Kopien, sondern um erfundene, kreativ gestaltete Motive, die Beltracchi als bisher "verschollene" Werke ausgab. Deren Echtheit zweifelten weder Galerien noch Experten an, bis der Betrug 2008 aufflog und der Fälscher anschließend zu einer sechsjährigen Haftstrafe im offenen Vollzug verurteilt wurde.
Arne Birkenstocks amüsanter und aufschlussreicher Dokumentarfilm erzählt Beltracchis schier unglaubliche Geschichte und zeigt, mit welcher Finesse er gearbeitet hat. "Man begegnet einem hochbegabten Schelm zwischen charmanter Chuzpe und kriminellem Instinkt, einem Anarchisten, der die Lügen des Kunstbetriebs entlarvt." (Filmdienst)
Produktion
Deutschland 2013
Verleih
Senator
Buch
Arne Birkenstock
Regie
Arne Birkenstock
Mitwirkender
Wolfgang Beltracchi, Helene Beltracchi
Formate
2D
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